Wander- und Weinparadies Oestrich-Winkel

Blick von den Weinbergen hinunter zum Rhein nach Oestrich-Winkel. Dahinter auf der anderen Rheinseite Ingelheim

An keiner anderen Station unserer Rheingau-Taunus-Reise habe wir so lange verweilt, wie in Oestrich-Winkel. Die Verbandsgemeinde am Rhein in der Mitte zwischen Eltville im Osten und Rüdesheim im Westen, ist vielleicht nicht ganz so pittoresk, wie die beiden vorgenannten Orte. Doch der kostenlose Womo-Stellplatz dort liegt in perfekter Lage direkt am Rande der Weinberge. Keine anderthalb Kilometer entfernt befindet sich das hübsche Schloss Vollrads und nicht viel weiter sind es zum Schloss Johannisburg, dem ältesten Riesling-Weingut der Welt.

Vor zwei Jahren war ich schon einmal im Herbst dort, kurz vor der Weinlese, als die Weinstöcke prall mit Trauben gefüllt waren und sich die Blätter bereits bunt färbten.

Jetzt standen die Weinstöcke gerade am Beginn ihres Wachstums: Alle fein zurück geschnitten bis auf einen Ast, denn im Gegensatz zu den meisten anderen Beerensträuchern tragen Weinreben ihre Blüten und Früchte ausschließlich an den neuen Trieben. Und zwischen den Stöcken blühte überall der gelb leuchtende Löwenzahn, soweit das Auge reichte. Ganz herrlich sah das aus.

Von Oestreich-Winkel aus habe ich morgens jeweils große Wandertouren mit Doxi unternommen. Der Rheinsteig und der Rheingauer Klosterweg führen etwas oberhalb in den Weinbergen direkt am Ort vorbei. Abends ging es dann noch einmal auf eine kleinere Runde durch die Weinberge oder den riesigen Wald auf der Hochebene dahinter. Wer sich den Rheingau wandernd erschließen will, kommt hier voll auf seine/ihre Kosten.

( MITI / )