Reindersmaar und Bosserheide

Bossherheide, 29. März 2018

Das Nationalparkzentrum De Maasduinen in der alten Schleuse zum Reindersmeer

Wenige Kilometer westlich des Flughafens Weeze befindet sich auf niederländischer Seite im Nationalpark De Maasduinen das Naturschutzgebiet Reindersmaar und die Bosserheide, Auf Deutsch sind die Gebiete als Reindersmeer und Bosserscheheide bekannt. Hier war ich heute mit Doxi auf einer 12 Kilometer langen Wanderung unterwegs, nachdem ich Jutta zum Flughafen Weeze gebracht hatte.

Das wunderschöne Naturschutzgebiet Reindersmeer befindet sich in Well (Gemeinde Bergen). Es entstand in den 1960er Jahren als Folge des Sand- und Kiesabbaus für die Betonindustrie.

Aus den ehemaligen Kiesgruben gingen das Reindersmeer und das Leukermeer hervor, die über einen gemeinsamen Kanal mit der Maas verbunden sind. Im Gegensatz zum Leukermeer, wo Baden und Wassersport erlaubt sind, ist das Reindersmeer eine geschützte, ökologisch sensible Naturlandschaft, in der eine Vielzahl von Wasservögeln beheimatet sind.

Rund um das Reindersmeer wurden zahlreiche schöne Wander- und Radwege angelegt. An der schmalsten Stelle des großen Sees kann man mit einer Seilzugfähre in Handbedienung etwa einhundert Meter von einem Ufer zum anderen übersetzen – eine ganz schöne Kurbelei, wie ich heute feststellen durfte. Vor allem, wenn man allein ist und die Fähre erst einmal vom anderen Ufer heranholen muss. Doxi war der ganze Bootstransfer nicht so geheuer, doch sie wurde nicht wirklich gefragt. Dafür musste sie aber auch nicht kurbeln.

An der Schleuse zum Leukermeer befindet sich das Nationalparkzentrum De Maasduinen, ein architektonisch beeindruckendes Gebäude, das buchstäblich in dem alten Schleusenbecken hängt. Zum Reindersmeer hin gibt es eine schöne Außenterrasse mit Gastronomie und tollem Blick auf den See. Leider war das Restaurant bei unserem Besuch heute geschlossen. Ich vermute aufgrund des schlechten Wetters.

Bestimmt hätte mich die Landschaft bei Sonnenschein noch mehr beeindruckt. Dann wären aber auch sicher viel mehr Menschen mit ihren Hunden unterwegs gewesen. Und da Doxi gerade läufig ist und ich beim Kontakt mit anderen Caniden vorsichtig sein muss, war das schon ganz praktisch so.

( MITI )