Durch die Testerberge bei Hünxe

Viele Bäume auf dem sandigen Untergrand der Testerberge haben dem Sturmtief Friederike nicht Stand gehalten

Unsere letzte Wanderung an diesem verlängerten Wanderwochenende führt uns in Testerberge bei Hünxe. Das große Waldgebiet erstreckt sich auf einem langgezogenen Höhenrücken am Rande des unteren Lippetals.

Gegenüber der flachen Landschaft das östlichen Niederrheins hebt sich dieser Höhenzug markant ab. Bereits in der Jungsteinzeit, der Bronze- und der Eisenzeit lebten hier Menschen, das zumindest legen die Funde zahlreicher Hügelgräber nahe.

Der Untergrund in den Testerbergen ist sehr sandig, weshalb insbesondere Kiefern und Birken hier gut gedeihen. Allerdings bietet Sand als Untergrund wenig Halt. Auf unserer dreistündigen Wanderung müssen wir immer wieder über frisch umgestürzte Bäume klettern, die der Wintersturm Friederike Mitte Januar zu Fall gebracht hat. An ihren nun offenliegenden Wurzelballen lässt sich genau erkennen, wie dünn die Erdkrume hier ist. Darunter ist alles Sand.

Im südlichen Bereich der Testerberge erstreckt sich das Naturschutzgebiet Stollbach. Hier wird es auf der eigentlich unspektakulären Wanderung spannend, als wir den Stollbach auf einem völlig heruntergekommenen Steg queren müssen. Nur noch ein schmaler Balken ist passierbar, kaum breiter als ein Schwebebalken. Und aus dem ragen auch noch einige Nägel heraus.

Doxi traut sich nicht über das dürre Brett und auch nicht durch den Bach, der an dieser Stelle dunkel und tief erscheint. Also nehme ich meinen 30-Kilo-Hund auf die Arme und balanciere mit Doxi vor der Brust vorsichtig über den schmalen Steg. Gut, dass sie in diesem Moment still hält, denn sonst wären wir sicher im Wasser gelandet.

( MITI / )