Naturpark Rodebach bei Gangelt

Am Rodebach. Rechts des Baches befindet man sich in Deutschland, links in den Niederlanden

Heute haben wir eine Wanderung im Deutsch-Niederländischen Grenzgebiet bei Gangelt unternommen. Zum ersten Mal seit gefühlt acht Wochen schien wieder richtig die Sonne und so ließ es sich leicht verschmerzen, dass die naturnahen Wege total vermatscht waren.

Wir starten am Wildgehege Gangelt und der Etzenrather Mühle am Rodebach. Der Bach bildet seit dem Wiener Kongress von 1814 an dieser Stelle die Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden.

Jahrhundertelang war der Rodebach eine wichtige Lebensader für die Region des Selfkants. 14 Wassermühlen wurden hier zwischen den Orten Stahe und Isenbruch betrieben.

Heute bildet der Rodebach das zentrale Element des 700 Hektar umfassenden Natur- und Landschaftsparks „Rodebach / Roode Beek“, der sich auf beiden Seiten der Grenze nördlich der Teverner Heide erstreckt. Ein besonderes Highlight sind die freilaufenden Schottischen Hochlandrinder, die Strauch- und Baumtriebe anfressen und dadurch eine Verwilderung der Heidelandschaft verhindern. Man trifft die urigen Zottelviecher sowohl auf den offenen Feldflächen, wie auch im Wald an.

Direkt an den Wald im niederländischen Naturschutzgebiet „Rode Beek / Heringsbosch“ grenzt die NATO-Airbase Geilenkirchen, die sich bereits wieder auf deutschem Gebiet befindet. Der Wald wird von zahlreichen Bächen durchzogen und beinhaltet mehrere schöne Waldseen. Am Uferpfad können wir beobachten, wie Biber Bäume angenagt und dadurch zu Fall gebracht haben.

Nördlich des Waldes treffen wir auf den Segelflugplatz Limburg. Dahinter erstreckt sich das Leiffender Ven, das wir in Richtung des Rodebachs durchqueren. Nun sind es nur noch zwei Kilometer zurück zu unserem Startpunkt, den wir nach knapp drei Stunden und 13 Wanderkilometern wieder erreichen. Unser Schuhe und Hosen sehen total verdreckt aus, aber egal. Das wir wirklich eine schöne Tour.

( MITI / )