Herbst im Elfenmeer

Doxi am Rolvennen

Heute haben wir eine ganz zauberhafte Wanderung im Grenzgebiet zwischen Deutschland und den Niederlanden kurz vor Roermond unternommen. Wir starten am Wanderlokal „Dalheimer Mühle“ am Ortsrand von Dalheim-Rödgen und laufen zunächst noch deutscher Seite geradeaus durch das Naturschutzgebiet „Blumenpfuhl“ bis zur Schutzhütte an den „Sechseichen“.

Nun überqueren wir die grüne Grenze und betreten damit auf niederländischer Seite den Nationalpark „De Meinweg“, der zum grenzübergreifenden Naturpark Maas-Schwalm-Nette gehört.

Wie ein rechteckiger Zapfen ragt hier ein Stück der Niederlande in deutsches Gebiet hinein. Fast drei Kilometer folgen wir dem schnurgeraden Grenzweg und kommen dabei immer wieder an Grenzsteinen vorbei.

Mehr und mehr geht der Mischwald nun in offene Heidelandschaft mit vielen schönen, freistehenden Eichen und Kiefern über. Wir passieren die erste Moore in der „Herkenbosscherheide“. Die Wasserflächen haben sich aufgrund der von Ost nach West abfallenden Terrassierung des Geländes gebildet, die durch kleine Horste und geologische Gräben verursacht wird. Die zwei größten Moorseen, auf niederländisch „vennen“ genannt, sind das „Elfenmeer“ und der „Rolvennen“-See.

Kurz vor der Bahnstrecke zwischen Roermond und Vlodrop drehen wir in östliche Richtung ab. Fast drei Kilometer geht es nun wieder schnurgerade durch wechselnde Wald- und Heideabschnitte, in denen wir heute fast alleine unterwegs sind.

Wir umrunden das ehemalige Franziskanerkolleg St. Ludwig, das sich seit einigen Jahren im Besitz der Gemeinschaft von Maharishi Mahesh Yogi befindet, dem „Erfinder“ der Transezendentalen Meditation und spirituellen Mentor der Beatles in den Sechziger Jahren.  Nach vier Stunden und 17 Wanderkilometern erreichen wir schließlich wieder unseren Startpunkt. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter heute. Das Licht war wirklich fantastisch. Eine ganz tolle Wanderung.

( MITI / )