Offenburg in der Ortenau

Das historische Rathaus von Offenburg

Als ich am zweiten Tag meiner Schwarzwald-Tour von Kehl nach Bernau weiterreisen will, bleibe ich aufgrund eines elektrischen Defekts mit dem Wohnmobil liegen. Mit Hilfe des ADAC schaffe ich es noch bis zu einer Fachwerkstatt ins 15 Kilometer entfernte Offenburg. Doch da endet meine schöne Wohnmobilreise bereits nach 36 Stunden. Zu komplex der Fehler, zu voll der Terminkalender der Werkstatt, als dass in den kommenden Tagen mit einer erfolgreichen Instandsetzung zu rechnen wäre. Genau das Richtige an einem Freitag dem 13.

Nur gut, dass ich ADAC-Plus-Mitglied bin. Der Schutzbrief hat mir einen kostenlosen Leihwagen für die Rückreise nach Hause eingebracht. Und die Zusicherung, dass der ADAC mein Wohnmobil mit Hilfe einer Spedition zurück ins Rheinland überführen wird.

Alles ganz schön doof. Aber immerhin hat mir dieser Defekt einen Ausflug in das schöne Offenburg am Rande des Schwarzwalds beschert. Während ich auf die Diagnose der Werkstatt warte, laufe ich mit Doxi drei Stunden durch Offenburg. Erst durch die historische Altstadt, dann an der Kinzig entlang über Wiesen und Felder in Richtung Kehl.

Auf dem Weg in die Innenstadt, höre ich in der Ferne so etwas wie Seemannslieder erklingen. Und bald schon steigt mir ein eigenartiger Geruch in die Nase, Tatsächlich komme ich genau richtig zum Fischmarkt-Fest auf dem Marktplatz. Inklusive zahlreicher Fischbuden, einem Freddy Quinn-Imitator im Seemannshemd und einer rollenden Bar in Form eines ausgewachsenen Segelboots. Die Einheimischen finden es toll, dass die mehr als 800 Kilometer entfernte Nordsee bei ihnen vorbeischaut. Mir kommt es vor dem Hintergrund dieser Schwarzwaldidylle jedoch alles ein wenig unwirklich vor. Ist es aber vermutlich gar nicht …

( MITI / )