Auf der Halde Haniel

Bottrop, 17. September 2017

Heute war ich mit Doxi rund um die Halde Haniel in Bottrop an der Grenze zu Oberhausen unterwegs. Die Halde ist ein Panorama der Route der Industriekultur und bietet eine herrliche Aussicht über das nordwestliche Ruhrgebiet. Wir folgten dabei der Tour 31 aus dem Rother Wanderführer „Ruhrgebiet“.

Die Halde gehört mit einer Höhe von 159 Metern zu den höchsten des Ruhrgebiets. Sie wurde durch den Abraum der danebenliegenden Steinkohlezeche Prosper-Haniel in Form zweier Spiralen aufgetürmt. Im Norden schließt sich die Halde Schöttelheide an. Der auf den Halden abgeladene Abraum stammt aus den Schichten des Karbon und enthält daher teilweise fossile Abdrücke von Pflanzen aus diesem Erdzeitalter vor 300 Millionen Jahren.

Auf unserer 13 km langen Tour stiegen wir vom Fuß der Halde über zahlreiche Serpentinen zunächst bis zu ihrer Spitze auf. Auf dem Plateau der südlichen Spirale erhebt sich das Gipfelkreuz, das anlässlich des Besuches von Papst Johannes Paul II. am 2. Mai 1987 angefertigt wurde.

Es ist Teil eines Kreuzwegs mit 15 Stationen, der eine Verbindung zwischen menschlicher Arbeit und dem Leidensweg Christi herstellt. Der Kreuzweg wird durch einen Bergbaulehrpfad mit typischen Maschinen und Geräten aus dem Bergbau ergänzt.

Unterhalb der Haldenspitze befindet sich die Bergarena, ein Amphitheater mit 800 Plätzen. Dort finden regelmäßig Kultur- und Theaterveranstaltungen statt. Von der Bergspitze hat man einen beeindruckenden Blick hinunter in die Anlage.

Nach dem Abstieg von der Halde passierten wir zunächst das Gelände der ehemaligen Zeche Prosper-Haniel mit seinem markanten Förderturm und bogen dann in das Naturschutzgebiet Köllnischer Wald ein. Am Rande des Waldes liefen wir entlang der Halden und umrundeten diese. Im Bereich des Fernewaldes ging es ein Stück weit über feuchten Waldboten quer durch den Wald. Hier beschreibt die Tour einen Weg, den es offensichtlich nicht mehr gibt.

Am Freizeitzentrum Grafenmühle stießen wir auf zahlreiche Biker, die in der „Chopperbar“ zum Sonntagsfrühstück eingekehrt waren. Kurz darauf erreichten wir nach etwas mehr als drei Stunden wieder unseren Startpunkt. Eigentlich war die Tour nicht sehr anspruchsvoll, dennoch war ich am Ende durchaus erschöpft, denn heute ist mein fünfter Fastentag, aber egal 🙂

( MITI )