Vom Ohrntal in den Mainhardter Wald

Rehe ohne Scheu in einem Freigehege im Mainhardter Wald

Wie schön, dass es heute nicht mehr ganz so heiß werden soll. Von Pfedelbach fahren wir am Morgen in das zehn Kilometer entfernte Ohrntal. Dort brechen wir bei Untersteinbach zu einer 18 Kilometer langen Wanderung auf.

Dabei geht es zunächst durch die Weinberge oberhalb von Untersteinbach. Dann steigen wir in das Tal hinab, überqueren die Ohrn und steigen auf der anderen Talseite hinauf in die Ausläufer des Mainhardter Waldes.

Bald erreichen wir die steinernen sechseckigen Fundamente, auf dem einstmals ein römischer Wachturm als Teil des obergermanischen Limes an aussichtsreicher Stelle stand. Heute von Bäumen umgeben, konnte man von dort weit in die Hohenloher Ebene hineinblicken.

Fast achtzig Kilometer zog sich der Limes in dieser Region schnurgerade durch die Landschaft – eine Meisterleistung römischer Vermesser und Ingenieure. Wenige Meter weiter am Waldrand befindet sich heute ein Limes-Aussichtspunkt, der einen überwältigen Blick auf die Landschaft freigibt.

Wir laufen weiter durch den Wald kommen am Jägehof Ungerer vorbei, wo in einem Freigehege mehr als 30 Rehe weiden. Einige sind ganz zutraulich und kommen neugierig auf uns zu. Wenig später passieren wir den schönen Gleichener See und stoßen dann auf die Freizeitanlage „Forellenparadies“, wo Angler an Wochenenden und Feiertagen ihr Glück finden.

Wir verlassen den Wald, laufen zur kleinen Siedlung Frohnhals und kommen dahinter wieder in den Wald. Nun geht es auf schmalen und rutschigen Pfaden steil bergab ins Ohrntal. Im Mühlengrund erreichen wir den kleinen Ort Schuppach, queren erneut die Ohrn und wandern über den letzten Berg der Tour zurück nach Unterbach, wo wir nach fünfeinhalb Stunden wieder eintreffen.

In unserem Wanderführer ist die Tour als besonderer Tipp markiert, und ich finde, das hat sie auch verdient – sehr abwechslungsreich und mit vielen schönen Blicken in die liebliche Landschaft rund um das Ohrntal.

( MITI / )