Kloster Großcomburg

Großcomburg von unserem Stellplatz am Festplatz aus gesehen

Oberhalb von Schwäbisch Hall trohnt auf einem Hügel auf der gegenüberliegendne Seite der Kocher das ehemalige Benediktiner-Kloster Comburg.  Die Anlage wird im Volksmund auch als „Großcomburg“ bezeichnet in Abgrenzung zu der in Sichtweite gelegenen kleinen Comburg. Die gesamte Klosteranlage wird von einer Ringmauer mit Wehrtürmen aus dem 16. Jahrhundert umschlossen, die der Gesamtanlage einen wehrhaften, burgartigen Charakter verleiht.

Die Grafen von Comburg-Rothenburg stifteten um 1078 ein der Diözese Würzburg unterstehendes Benediktinerkloster an der Stelle ihrer Burg, in das einer der Gründer, Graf Burkhard, als Mönch eintrat. Die ersten Mönche kamen aus der Abtei Brauweiler im Rheinland.

Nach einer auch an zahlreichen Bauten abzulesenden Blütezeit kam es im 13. Jahrhundert zu einem Niedergang des Klosters, der 1326 zum wirtschaftlichen Zusammenbruch führte. Hinzu kamen innere Spannungen und Streitigkeiten zwischen Abt und Konvent um die Nutzung der Klostergüter.

Friedrich I. von Württemberg ließ 1802 das Reichsstift Comburg im Zuge der allgemeinen Säkularisation besetzen und es 1803 aufheben. Der Kirchenschatz wurde in der Ludwigsburger Münze eingeschmolzen. 1817 bis 1909 diente die Comburg als Garnison für das aus dienstunfähigen Soldaten gebildete Ehreninvalidenkorps. 1926 entstand hier eine der ersten Heimvolkshochschulen in Württemberg, die im Zeichen der Reformpädagogik der 1920er Jahre stand. Seit 1947 ist die Comburg Sitz einer Staatlichen Akademie für Lehrerfortbildung.

( MITI / )