Narzissenpracht im Oleftal

Doxi zwischen den Narzissen entlang der Olef

Zwischen Mitte April und Anfang Mai blühen in der Eifel die wilden Narzissen. Besonders große Bestände gibt es im Fuhrtsbachtal bei Monschau und im Oleftal bei Hellenthal. Dort sind die feuchten Wiesen links und rechts der Olef jetzt mit tausenden gelb blühender Narzissen durchsetzt. Tatsächlich sind wir fast schon ein wenig spät dran, denn in diesem Jahr hat die Narzissenblüte relativ früh begonnen.

Wir starten am Wanderparkplatz Hollerather Knie, einem historischen Ort, denn genau hier begann im Dezember 1944 mit der Deutschen Aredennenoffensive der letzte Versuch des Naziregimes, den bevorstehenden Zussamenbruch der Kriegsfront im Westen doch noch abzuwehren. Noch heute wird die Gegend von den Panzersperren des Westwalls durchzogen, den sogenannten „Drachenzähnen“, die das NS-Regime ab Mitte der 1930er-Jahre errichten ließ.

Wir wandern zunächst mehrere Kilometer über bequeme Waldwege Richtung Norden, bis wir entlang schöner kleiner Waldbäche hinunter ins Olaftal steigen. Wir kommen genau da aus, wo die Olef in die Oleftalsperre mündet. Von dort folgen wir dem Bachlauf sieben Kilomenter flußaufwärts. Auf dieser Strecke  bildet die Olef die Grenze zwischen Deutschland und Belgien.

Anfangs begegnen wir nur kleinen Gruppen von Narzissen, doch mit jedem Kilometer werden es mehr. Irgendwann stehen wir in einer Wiese, die in ein unendliches Meer gelber Blüten getaucht ist. Ein wunderbares Schauspiel.

( MITI / )