Traumpfad Hochbermeler

Blick vom Hochbermeler in das Mayener Land

„Schnell noch mal in den Schnee, bevor ab der kommenden Woche Tauwetter einsetzt.“ Unter diesem Motto bin ich heute mit Doxi spontan in die Eifel gefahren, um einen der wenigen Traumpfade zu laufen, die auf unserer Liste noch fehlen.

Der Traumpfad Hochbermeler startet im idyllischen Eifelörtchen Fensterseifen und führt zunächst über den Schälskopf, einem Minivulkan, hinunter ins Thürelzer Bachtal. Vor uns waren schon einige andere Wanderer im tiefen Schnee unterwegs, dennoch ist der Weg nicht einfach zu laufen.

Die Landschaft präsentiert sich unter einem wolkenverhangenen Himmel im winterlichen Weiß, Schwarz und Grau. Kein Geräusch ist zu hören, kein Wind, keine Vogelstimmen, keine Autos oder Flugzeuge. Für einen Moment kommt es mir vor, als sei ich in einem Schwarzweiß-Stummfilm gelandet. Fehlen eigentlich nur die Texteinblendungen.

Weiter geht es ins verträumte Kimpelbachtal, wo unser Aufstieg zum erloschenen Vulkan Hochbermel beginnt. Wir umrunden die Bergkuppe knapp unterhalb des Gipfels und genießen oberhalb eines alten Basaltsteinbruchs den weiten Blick in das Mayener Land. Anschließend geht es auf Waldwegen stetig abwärts zurück nach Fensterseifen.

Mit einer Länge von 10 Kilometern ist die Tour eigentlich etwas kurz für unsere Verhältnisse. Aber im tiefen Schnee reicht diese Distanz absolut aus. Fast dreieinhalb Stunden haben wir benötigt und dabei den Winter noch einmal so richtig genossen.

( MITI / )