Am Aachtopf

Hier tritt das versunkene Donauwasser wieder an die Oberfläche

In diesem kleinen See sammelt sich das aufgestiegene Donauwasser und fießt von dort in die Aach ab

Hier also kommt das versunkene Donauwasser wieder zum Vorschein: Der Aachtopf bei Aach in Baden-Württemberg ist die wasserreichste Karstquelle Deutschlands. Aus dieser Schüttung entspringt die Hegauer Aach, die nach 32 Flußkilometern km bei Radolfzell in den Bodensee mündet.

Das Wasser der Aachquelle steigt aus einer 18 m tiefen unterirdischen Quellhöhle auf und bildet einen kleinen See. Die Quelle hat eine durchschnittliche Schüttung von 8.600 Litern pro Sekunde. Im Maximum, wenn die Donau Hochwasser führt, erreicht sie bis zu 24.000 l/s.

Das Wasser der Karstquelle stammt hauptsächlich aus der zwischen Immendingen und Möhringen sowie und bei Fridingen versinkenden Donau. Von der Donauversinkung fließt das Wasser unterirdisch etwa 11,7 km bei einer Geschwindigkeit von ca. 195 m/h durch Hohlräume bis zum Aachtopf.

1719 wurde zum ersten Mal die Vermutung geäußert, das Quellwasser stamme aus der Donauversinkung. Ein Nachweis gelang im Oktober 1877, als ein Geologe das Wasser in der Donauversinkung mit eingefärbten Salzen versetzte. Nach 60 Stunden erreichte das prachtvoll grünleuchtende Salzwasser den Achtopf.

Bei meinem Besuch erkenne ich in dem klaren Wasser des Achtopfs verschiedene große Felsspalten, aus denen es verdächtig blubbert. Dort tritt das Wasser an die Oberfläche. Ich bin ganz begeistert über diesen Effekt und besuche mit Doxi anschließend noch die oberhalb gelegene Altstadt von Aach. Ein wunderbarer Vormittag ganz im Zeichen der Wasserkunde 🙂

( MITI / )