Herzogenhorn, Feldberg, Spießhorn

Blick vom Feldberg Richtung Alpen
Bernau-Dorf, 30. Oktober 2016

Blick vom Feldberg Richtung Alpen

Heute war ich mit Doxi auf der höchsten Erhebung aller deutschen Mittelgebirge, auf dem 1.493 Meter ü.N.N hohen Feldberg im Schwarzwald. Von unserem Stellplatz in Bernau Dorf ging es zunächst hinauf auf das Herzogenhorn, dem mit 1.415 Meter zweithöchsten Gipfel im Schwarzwald. Da wir ganz früh am Morgen gestartet sind, waren wir auf dem Weg dorthin noch fast alleine unterwegs.

Oben auf dem Gipfel erwartete uns eine fantastische Fernsicht. In südlicher Richtung zeichnete sich der nördliche Rand der Alpen als langes Gipfelband am Horizont ab: Von der Zugspitze im Oste über die Allgäuer Alpen, den Silvretta, die Glamer und Berner Alpen bis hin zum Mont Blanc reichte der Blick. Nach Norden blickten wir direkt hinüber zum Feldberg, der mit dem Herzogenhorn über einen drei Kilometer langen Sattel verbunden ist.

Auf dem Weg zum Feldberg wurde es an diesem herrlichen Sonntagvormittag dann schon etwas voller auf den Wanderwegen. Viele Menschen waren mit der Seilbahn zum Feldberg hinaufgekommen und strebten von dort hinüber zum Herzogenhorn. Wir waren in der umgekehrten Richtung unterwegs und stiegen hinauf zum höchsten Punkt des Feldbergs bei der großen Funk- und Sendestation.

Nach Norden und Westen hatten wir von dort einen wunderbar klaren Blick in das Breisgau und dahinter auf die Vogesen. Richtung Süden sahen wir das Herzogenhorn und dahinter wieder die Alpenkette. Den Aussichtsturm, der seit 2013 ein Schwarzwälder-Schinken-Museum beherbergt, ließen wir links liegen. Da war mir an diesem Morgen einfach zu viel los.

Bis zu diesem Punkt waren wir bereits 4 Stunden unterwegs und hatten auf einer Strecke von 14 Kilometern 1.100 Höhenmeter zurückgelegt. Auf dem Rückweg stand uns also noch eine gute Strecke bevor (puh). Doch wir konnten ein wenig abkürzen, indem wir den Gipfel des Herzogenhorns rechts liegen ließen, um an dessen Nordflanke zum Spießhorn hinabzusteigen, das etwas tiefer liegt. Von dort ging es dann zurück nach Bernau Dorf, wo wir nach rund 7 Stunden, 27 Kilometern Strecke und 1.380 aufgestiegenen Höhenmetern wieder ankamen.

Es war unsere bisher längste Wandertour in diesem Jahr und eine, die sich absolut gelohnt hat. Endlich war ich mal auf dem Feldberg. Ein tolles Erlebnis war das. Anschließend haben Doxi und ich erst Mal ein kleines Päuschen eingelegt. Das hatten wir uns aber auch verdient 🙂

( MITI )